GRASSLFING (lje). Das Werk ist vollendet: Das neue Gerätehaus der Feuerwehr am Weiherweg wird am heutigen Samstag um 18 Uhr von Pfarrer Andreas Giehrl und Pfarrer Thomas Schwarz geweiht. Während des Gottesdienstes wird auch die renovierte Traditionsfahne aus dem Jahr 1907 gesegnet.
Das Haus ist ein Geburtstagsgeschenk an die Wehr. Im Kassenbuch aus dem Jahre 1911, das noch vorhanden ist, sind drei Männer mit dem Eintrittsdatum 30. Januar 1873 eingetragen. Während in einem anderen Dokument 1871 als Gründungsjahr angegeben ist, gibt auch ein Auszug aus dem Eintrag des 14. Bezirks Feuerwehrverbandes Stadtamhof den 1. Juni 1873 als Gründungstag an.
Erhält am heutigen Samstag den kirchlichen Segen: das neue Feuerwehrgeätehaus
"Wenn wir es hätten planen müssen, hätte es bestimmt nicht geklappt", sagt Kommandant Josef Eder schmunzelnd zum Zusammentreffen des Jubiläums mit der Fertigstellung des Gerätehauses.
Dabei kann die Wehr eigentlich sogar noch einen Jahrestag feiern - zumindest beinahe.
Denn vor fast genau 50 Jahren am 14. Juni 1953
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erteilte Pfarrer Ludwig Eich dem alten Gerätehaus am anderen Ende des Weiherweges den kirchlichen Segen.
Seit 1979 wurde geplant
Dabei reichen die ersten Planungen für einen Neubau des Gerätehauses schon mehr als zwei Jahrzehnte zurück. Eingeleitet haben die Planungsphase Eders Vorgänger Karl Rieger und Franz Engelmann ab 1979. Ebenso wie vor einem halben Jahrhundert wird dieselbe Fahne mit den Erinnerungsbändern aus den Jahren 1907 und 1953 wieder gesegnet. Die Fahnenstickerei Kössinger aus Schierling hat das gute Stück aus dem Jahre 1907 mit dem Hintergrundstoff aus Seide wieder in alten Glanz erstrahlen lassen. Die Schriften und der Heilige Florian auf dem Fahnentuch sind im Original übertragen worden.
Das neue Gerätehaus wirkt auf so manchen Betrachter, der es zum ersten Mal sieht, noch etwas gewöhnungsbedürftig. Der Schulungsraum befindet sich im Erdgeschoss, während das Einsatzfahrzeug im Obergeschoss steht. Bedingt durch die Hanglage war dies nicht anders möglich. Die Fahrzeughalle ist so dimensioniert, dass ein Großfahrzeug stationiert werden kann.
Des weiteren befinden sich dort die Werkstatt und die Atemschutzpflege. Nachdem durch ein modernes abgesetztes Pultdach das Innere der
Halle sehr hoch ist, wurde eine Galerie als zusätzlicher Lagerraum eingebaut.
Die Ausfahrt wurde aufgeschüttet, so dass das Einsatzfahrzeug parallel zur B 16 ausfahren kann.
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Ein Steinrelief des Schutzpatrons der Feuerwehr, vom ortsansässigen Steinbildhauer Christoph Bücker aus Würzburger Muschelkalk gehauen, ist über der Eingangstür neben der Fahrzeugausfahrt angebracht.
Dort wurden zwei alte Graßlfinger Wappen um 1200 mit in den Stein geschlagen. Das Gerätehaus, mit der großen Übungsfläche und dem Bürgersteig mit Bepflanzung sagen mit 350 000 Euro zu Buche.
Mit dem Festakt und der Weihe am heutigen Samstag um 18 Uhr fällt auch der Startschuss für das Graßlfinger Dorffest, das anschließend im Festzelt gefeiert wird. Ab 19 Uhr spielen dort die "Vulkanos" auf und sorgen für viel Stimmung.
Fast am Tag genau vor 50 Jahren eingeweiht: Das alte Gerätehaus der FF Graßlfing
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